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Einst
durchbrach der Nestos das Riegelgebirge Rhodopen.
Das Geschiebe
wurde flussabwärts - insbesondere in der Nestosschlucht -
zu Sand zermalen und der Küste vorgelagert.
Es entstanden weitläufige Dünen
und Lagunen.
Um die ständig wachsenden
Agrarflächen im Nestosdelta
mit
Wasser versorgen zu können,
wurden dem Nestos
große
Wassermengen in den Monaten Mai-September entzogen.
Der Unterlauf
verwandelte sich in den Sommermonaten zu einem Rinnsal mit
entsprechenden Nachteilen für die Lebensräume in
Küstennähe.
Mit der Fertigstellung der Staudämme
wurden dem
Nestos nicht nur weitere Wassermengen entzogen, sondern es wurden
auch große Sedimentmengen
an den Staumauern
zurückgehalten, die der Fluss somit nicht mehr zur
Mündung transportieren kann.
Daraus resultiert eine Minimierung der
Sandverfrachtung zur
Küste,
und das Meer erobert große Landflächen
zurück.
Nachteile für Pflanzen, Tiere und Menschen
sind somit
vorprogrammiert.
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"Die Auswirkungen eines
Staudamms
beschränken sich nie
auf seine unmittelbare Umgebung.
Sie können hunderte von
Kilometern reichen,sogar über die
Flußmündung hinaus.
Die kalifornischen Sandstrände zum Beispiel wurden
überwiegend durch Ablagerungen
gebildet,
die von den Flüssen ins
Meer gespült wurden und sich an den Küsten wieder
absetzten.
Durch den Bau von 300 großen und 500
kleinen Staudämmen hat
sich die Sedimentfracht,
die bis zur südkalifornischen
Küste vordringt, um mehr als achtzig
Prozent verringert.
Heute sind große Investitionen erforderlich, um die
Sandstrände der Region
künstlich zu erhalten.
Dort, wo die
Aufschüttung der Strände unterlassen wird, kommt es
zum Zusammenbruch der
Küstensteilhänge.
Schäden in
Millionenhöhe sind die
Folge (McCully in Vorbereitung)."
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